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Einsatz der Weißenseer Schützen bringt 1.800 Euro für den guten Zweck
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- Kategorie: Allgäuer Zeitung
- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 22. Januar 2012 19:18
- Veröffentlicht am Dienstag, 02. August 2011 23:17
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Es hätte auch ein Sommerfest oder ein Radbiathlon sein können, was am vergangenen Wochenende bei der Schützengesellschaft Weißensee über die Bühne ging. „Doch bei einem solchen Wetter wie jetzt kann man das alles vergessen“, erinnerte Schützenmeister Werner Strodl an die Überlegungen im Ausschuss.
Diese konzentrierten sich vor etwa einem Jahr dann auf etwas „G’scheites“, auf ein Sommerschießen für die Kartei der Not, das Hilfswerk unserer Zeitung. Und was da nun ablief von Freitag bis Sonntag, „das war einfach toll“, freute sich Strodl, als er allen Mitwirkenden dankte und 1800 Euro an Rolf Nehrig vom Kuratorium der Kartei der Not überreichte.
184 Teilnehmer schossen von Freitag bis Sonntag einzeln, teilweise aber auch noch als Mitglied in einer der 45 Mannschaften, die im Schützenheim in Roßmoos an die Stände gingen. Am Freitag „tröpfelte“ es so vor sich hin, am Samstagnachmittag kam mal ein großer Schwung, darunter auch Bürgermeister Paul Iacob, der Schirmherr.
„Ich bin immer froh, wenn ich beim Schießen mal am Schwarzen kratzen kann“, meinte er bei der Siegerehrung. Es sei sehr schön, wenn man Dinge tue, die einem Freude machen. „Aber wenn man dann wie Ihr diese Freude noch mit anderen teilt, dann sei das eben „das halbe Leid“, wie es im Sprichwort heiße. Und keine Sekunde habe er gezögert, die Ehrenscheibe zu stiften.
„Und so eine Ehrenscheibe ist schon ein ganz besonderes Stückle, wie man es nicht oft bekommt“, ergänzte Werner Strodl. Dem Bürgermeister imponierte außerdem sehr, dass sich hier Jung und Alt in den Dienst einer guten Sache stellten – über Generationen hinweg. „Und wenn das passiert hier in diesem Land, in dem es auch viel Not gibt, dann ist das gut.“
Am Sonntag nach der Kirche war das Schützenheim buchstäblich überfüllt. Und die Weißenseer hatten alle Hände voll zu tun: ob die Standaufsicht, das Thekenteam, das Auswerteteam oder die Kassierer, die die vielen Scheiben kennzeichnen mussten – ihnen allen und auch der Musikkapelle, die zünftig zur Siegerehrung aufspielte, galt der ganz besondere Dank von Schützenmeister Strodl: „Es war so viel Arbeit. Und manchmal denkt man schon, auf dem Sofa wär’s jetzt auch schön.
Aber wenn man dann sieht, was zusammengekommen ist, dann reut einen keine Minute, dann ist das alles verflogen“, sprach er für sich und seine Mitstreiter.
So konnte auch Rolf Nehrig vom Kuratorium nur staunen. „Solche Wettbewerbe haben wir nicht oft für die Kartei der Not“, erinnerte er an die „Schützenhilfe“ von 2003, an die sich auch die Schützengesellschaft Weißensee gerne erinnert. Nehrig erinnerte auch an die verstorbene Verlegerin Ellinor Holland, die das Hilfswerk vor über 40 Jahren gegründet hatte, weil „die Not vor der Haustür uns alle angeht“. Nehrig versicherte, dass das Geld in wirklich gute Hände komme, in Hände, die es brauchen. „Und deshalb sage ich Ihnen allen jetzt ein ganz herzliches Dankeschön.“